Das Google Disavow Link Tool

, in Linkbuilding

Unerwünschte Links entfernen mit dem Disavow Link Tool

Kürzlich wurde bekannt gegeben, dass nun endlich das Disavow Link Tool in das Repertoire der Google Webmaster Tools aufgenommen wird. Das Hilfsmittel, mit dem Webseitenbetreiber Links für ungültig erklären lassen können, wurde von Matt Cutts, dem Leiter des Webspam-Teams bei Google, auf der Pubcon in Las Vegas vorgestellt.

Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass Links seit einiger Zeit auch als ein negatives Ranking-Signal in die Google-Bewertung einfließen können – z. B. im Falle von minderwertigen Links, Spam-Links und künstlichen Links, die auf die Seite verweisen –, womit auch eine potentielle Missbrauchsgefahr einhergeht. Zunächst wird die Anwendung jedoch nur als Beta-Version zur Verfügung stehen.

Vorsicht geboten

Es ist aber auch jener Matt Cutts, der vor dem überschwänglichen Gebrauch solch eines Tools warnt. Im Zusammenhang mit dem Pendant des Konkurrenten Bing, das seit Beginn dieses Jahres eingesetzt wird, riet der Google-Mitarbeiter, möglichst auf andere Weise zu versuchen, die unerwünschten Links entfernen zu lassen, ehe man diesen, für Webseitenbetreiber neuen Weg beschreitet. So könne beispielsweise versucht werden, Kontakt mit den entsprechenden Linkverkäufern oder Webseiteneigentümern aufzunehmen, um die Links ohne das Google Tool zu entfernen.

Wird der Einsatz des neuen Helfers indes unumgänglich, so sollten Webseitenbetreiber mit Bedacht vorgehen.

Denn unsachgemäß eingesetzt, könne der Linkentferner zu Nachteilen für die eigene Webseite im Google-Ranking führen.

Für wen ist das Tool geeignet?

Vor allem Webseitenbetreiber, die durch das Penguin Update betroffen sind, profitieren von dem Google Tool. Die Algorithmusänderung Penguin strafte im Hinblick auf das Site-Ranking vor allem Webmaster ab, die mehr oder weniger unverschuldet zu viele Spam-Links erhalten haben. Mit dem Tool können sie nun ihre Seite dahingehend bereinigen. Darüber hinaus richtet sich der Google-Helfer aber primär an Power-User und Betreiber, die viel mit SEO arbeiten. Optimal wäre jedoch – und das gilt für alle Webmaster –, unerwünschte Verlinkungen anderweitig zu bekämpfen. Darauf weist auch Matt Cutts online in einem sehr informativen Video hin.

Wie funktioniert das Google Tool?

Um Links für ungültig erklären zu lassen, muss nichts weiter getan werden, als eine Textdatei hochzuladen, die bis zu 2 MB groß sein kann. In dieser Textdatei kann der Webmaster sowohl Zeile für Zeile einzelne URLs angeben, die entfernt werden sollen, als auch Domains eintragen, deren sämtliche Verlinkungen zu entfernen sind.

Zusätzlich besteht mit Hilfe von Hash-Tags – dabei muss die entsprechende Zeile in dem Formular mit dem Symbol # beginnen – die Möglichkeit, die Datei mit Anmerkungen zu versehen.

Auf diese Art kann man Google beispielsweise über zuvor getätigte Bemühungen informieren, die betreffenden Links auf anderem Wege entfernen zu lassen. Einmal erstellt, lässt sich die Datei später bei Bedarf herunterladen und editieren.

Jetzt heißt es: Abwarten!

Schlussendlich gilt es nur noch, die Geduld zu bewahren. Denn der Überprüfungsprozess durch Google kann sich laut Cutts über Wochen hinziehen. Da der Internetgigant sich das Recht vorbehält, die gemeldeten Links einer eigenen Einschätzung zu unterziehen, erfolgt die Kontrolle einigermaßen penibel.

Sollte die Bearbeitung durch Google überdurchschnittlich lange dauern und das Inkrafttreten der angeforderten Änderungswünsche auf sich warten lassen, ist anzunehmen, dass die übermittelte Datei fehlerhaft erstellt wurde. Daher gilt es, die Einreichungen vor dem Absenden genauestens zu überprüfen, um nicht wochenlang auf ein Ergebnis zu warten, das im Endeffekt gar nicht eintreten wird.

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